Features Review

Dracula Untold (Review)

10. 10. 2014, Batzman (Oliver Lysiak), 10 Kommentare
<strong>Dracula Untold - USA 2014<br>Regie: Gary Shore<br>Buch: Matt Sazama, Burk Sharpless<br>Darsteller: Der Typ aus dem Hobbit und viele CGI-Fledermäuse<br>
  • Batzman
2

Summary

Der kleine Vampir wird eingeschläfert wäre wohl passender. Dracula Untold ist ein bissloses Bla-Remake, das niemand wollte außer der PR-Abteilung. Wenn Dracula Untold und der nicht minder vergessenswerte I, Frankeinstein die Richtung vorgeben in der die anderen Monster-Reboots zu erwarten sind, dann guck ich mir glaube ich doch lieber die Klassiker an.

Dracula Untold

Der Film versucht die Vorgeschichte zur Dracula-Legende von Bram Stoker zu erzählen in dem er Vlad Dracula als Superkämpfer konstruiert, der um sein Volk und seine Familie zu retten zum Vampit wird, der über übermenschliche Kräfte verfügt und in Form eines Vampirschwarms Soldaten umfliegen kann. Was für beide Seiten ein bißchen peinlich ist, aber niemand hindert damit die Spielzeit zu füllen.

Dracula Untold ist leider ziemlicher Käse. Der Versuch den Vampirgrafen wiederzubeleben und mit Backstory zu versehen, entpuppt sich als ebenso blutleere, wie inspirationslose Angelegenheit. Mit Fokus auf die kindliche Zielgruppe gibts zwar aufgespießte Köpfe zu sehen, doch alle Gewalt läuft klinisch stilisiert und unblutig ab. Und da es keine Handlung gibt die der Rede wert wäre, erinnern die Schlachten auch eher an an Computerspiele. Denn Dracula Untold orientiert sich nicht nur beim Werbematerial am Look der Arkham-Spieleserie und Nolans Batman (eines der Poster bedient sich zudem recht dreist bei 300 und Batman), auch die Kämpfe erinnern fatal an die immer gleichen Posermoves die im Spiel Spaß machen, in der ewigen Repitation des Films aber sehr schnell ermüden.

Zumal meist auch nicht wirklich ansehnliche Kampfchoreographien das Bild beherrschen, da die muselmanischen Horden hauptsächlich von Fledermäusen umgeflogen werden. Und wieder. Und wieder und wieder. Müßig zu erwähnen das die Dialoge wie aus dem Mülleimer von Game of Thrones wirken und in ihrer verbissenen Ernsthaftigkeit mehr als einmal für unfreiwillige Lacher sorgen.

Und auch wenn Luke Evans ja ein ganz sympathischer Kerl zu sein scheint: Eine charismatische Leinwandpräsenz ist er leider nicht. Weder im verunglückten Stormhunters noch hier, wo die Last der Hauptrolle auf seinen Schultern liegt. Doch zugegeben machten es ihm beide Filme auch nicht eben leicht, denn doofe Dialoge und sich wiederholende Situationen die Zweifel an der Intelligenz der Hauptfigur wecken, sind nicht eben hilfreiche Spielvorlagen.

Dracula Untold möchte irgendwie episch sein und wahrscheinlich ist er sogar als Franchise-Starter gedacht, wenigstens aber als Startschuß für die Wiederbelebung der alten Universal-Monster. Doch er bleibt im Marketing-Mittelmaß stecken wie die meisten Reboots der letzten Jahre. Wieder einmal scheint ein Film in erster Linie von der Werbeabteilung geplant worden zu sein, die genau festlegten was sie wollten. Heraus kam eine Auftragsproduktion ohne Leidenschaft oder einen Hauch interessante Ideen, kindertauglich und unendlich banal und mutlos. Stephen Sommers schien für seinen ebenso grauenhaften Van Helsing damals zumindest irgendeine Vision zu haben und fuhr die Karre mit Vollgas gegen die Wand, bei Dracula Untold dengeln alle Beteiligten mit angezogener Handbremse über die Landstrasse: Der Look ist irgendwie so pseudogritty, wie man es eben so macht, die Action ist eben so wie man es heute so macht und wie man es tausend mal gesehen hat. Und Dialoge und Figurenentwicklung sind sowieso egal, wobei es schon bemerkenswert ist wie sehr die beiden Drehbuchautoren es schaffen Sarah Gadon als Mirena absolut als Unperson zu schreiben, deren einziger Zweck es ist Dracula von Punkt A nach Punkt B zu bewegen und die in diesem Videogame Movie damit effektiv auf die Rolle von Princess Peach reduziert wird.

Wenn Dracula Untold und der nicht minder vergessenswerte I, Frankeinstein die Richtung vorgeben in der die anderen Monster-Reboots zu erwarten sind, dann guck ich mir glaube ich doch lieber die Klassiker an. Die sind ja auch gerade schön restauriert auf Blu-ray erschienen.

  • Ken Takel 10. 10. 2014 an 10:57

    Oh man, den habt ihr euch echt gegeben? Der Trailer war schon so unterirdisch.

  • xxx 10. 10. 2014 an 13:12

    Ich finde Dracula Untold immer noch besser als I, Frankenstein. Bei dem anderen Film wäre ich fast eingeschlafen, wobei ich zugeben muss, dass die Kampfszenen mit den Fledermäusen wirklich ziemlich schlecht sind.

  • Ludwigsburg 10. 10. 2014 an 15:04

    Toller Beitrag. Kling interessant :) !

  • thaniell 11. 10. 2014 an 21:28

    Hey, Van Hellsing ist wenigstens für so manchen herzhaften Schenkelklopfer gut, wenn man ihn nicht ernst nimmt, was er selbst vermutlich nicht wirklich tut – jedenfalls Dracula dürfte gewusst haben, dass er sich da selbst persifliert ;D

  • Sophie 17. 10. 2014 an 9:21

    Mich hat Dracula Untold ganz gut unterhalten^^. I, Frankenstein hingegen war wahnsinnig schrottig, so trashy, dass es absolut keinen Spaß mehr gemacht hat.

  • Damoun 17. 10. 2014 an 11:21

    Die Story um Dracula wurde schon des öfteren rebootet (Bela Lugosi, Bram Stoker, Wes Craven…..the list goes on) Doch dieses mal, wird eine Art prequel Story zum Grafen Vlad aus Transsilvanien erzählt. An und für sich eine ziemlich coole Idee, nur leider hat es an der Umsetzung wohl ein wenig gehapert – Trotz der guten Performance von Luke Evans!
    Schade eigentlich. Vielleicht kann Gary Shore den Sequel Rocken :)

  • dok 27. 10. 2014 an 20:38

    um das review zu schreiben musste batz wahrscheinlich nicht mal in den film gehen , der trailer reicht für sowas allemal .

  • Imagini 29. 1. 2015 an 22:56

    If your looking for a good action flick with a decent plot this is the movie for you. With a 90min runtime I was expecting this movie to feel „rushed“, it felt far from that. The action was great, it did not disappoint with all the cool vampire abilities you see in the trailer, especially transforming into a group of bats. Being a Dracula movie there are things you have to expect, yes he receives his power by drinking blood, having all the vulnerabilities as every vampire (which they do very good in this movie) but the way this movie makes you root for Vlad(Dracula) you actually find yourself engulfed in the movie wanting him to overcome the darkness and win. However if you are a history buff and it irks you when movies take real life people and change their history for a movie, you will not enjoy this because it is loosely based off Vlad the Impaler. My Review 8/10 Excellent

  • Amanda Jekat 26. 3. 2015 an 0:14

    Also zu meinen Teil fande ich den Film sehr gut umgesetzt. Es gab dramatische, romantische und blutige Szenen.
    Ich als Filmkenner, kann nur sagen das wirklich alles an Genre drinne war, was es gibt.
    Die Geschichte, wie er zum Dracula wurde ist sehr mitreißend und spannend.
    Und was viele wohl nicht verstehen ist, das es sich um dieGeschichte handelt, wie er zum Vampir wurde.
    Klar, über den Film ist er als guter Dracula dargestellt wurden, aber erst später wird er zum bösen, furchteinflößenden Dracula, wie man Ihn kennt.
    Am Ende sagt der Urvampir ja, ich zitiere „Lasst die Spiele beginnen“ und er sorgt dafür das Vlad der Pfähler, im nächsten Teil (wenn der gedreht wird) böse wird.
    Es handelt sich im ersten Teil, also nur um die Vorgeschichte von Dracula. Dort ist er erst zum Vampir alias Dracula geworden.
    In dem Klassiker, den jeder kennt, ist er böse -was verständlich ist.
    In Dracula Untold geht es also nur um die Vorgeschichte von Vlad alias Dracula. Im nächsten Teil soll man denn seine Entwicklung von Gut auf Böse sehen.

    Bitte urteilt nicht soo schlecht, wenn man den Film nicht ganz versteht. Der Urvampir sagt ja zweimal „Lasst die Spiele beginnen“ an der Stelle wo er Vlad zum Vampir macht und am Ende, in der Zukunft, wo er „Mina“ kennengelernt hat. Da läuft er ja Vlad hinterher und sagt diesen Satz erneut, aber zu sich selbst, mit einem Grinsen, da er weiß, was aus Vlad geschehen wird, wenn er für Ihn arbeiten soll.

    Also seit nicht so kritisch zu dem Film, man muss ihn erst vernünftig verstehen, denn darf man urteilen.

    • Kumar 26. 11. 2015 an 3:08

      Das sehe ich ähnlich ich möchte hinzufügen, das der jeniege der die Kritik geschrieben hat lieber nochmal einen Deutsch Kurs besuchen sollte soviele Buchstaben dreher wie „Vampit“ statt Vampir oder Wörter mehrfach hintereinander schreibt wie “ ein ein “ und davon gibt es mehrere.
      Andererseits was will man von jemanden erwarten der für die hartz4 sender gearbeitet hat oder es noch tut