Review

Interstellar (Review)

6. 11. 2014, Rocky Balbea, 35 Kommentare
<strong>Interstellar - USA 2014<br>Regie: Christpher Nolan<br>Buch: Christopher und Jonathan Nolan<br>Darsteller: Matthew McConaughey, John Lithgow, Michael Caine, Ellen Burstyn, Mackenzie Foy, Anne Hathaway
  • Rocky Balbea
  • Batzman
2.3

Kurzfassung

So gut und so schlecht. Und das gleichzeitig.

„Die haben das auch falsch verstanden, die dachten das muß immer länger dauern wenn es episch ist. Aber nein, es sollte ja nur einfach leiser sein.“ – Georgette Dee

interstellar

++ Achtung, wir spoilern rum ++

Weil wir alle nicht auf Al Gore gehört haben, muss jetzt Matthew McConaughey die Welt retten. Die stirbt nämlich gerade vor sich hin, als der Film auf eine kleine Farm zoomt. Umgeben von Mais steht da ein kleines Haus und hier wohnen Cooper (Matthew McConaughey), sein Sohn Tom,  seine Tochter Murph  und der liebevoll-grummelige Schwiegervater (John Lithgow).

Moment mal! Stop! Das Setting kenne ich doch irgendwo her?

Ja, von Signs (2002). Das wird doch hier nicht so ein Sci-Fi Film, der alle anderen großen Sci-Fi Filme sampled? Doch wird es. Von Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum bis hin zu Alfonso Cuaróns Gravity — ob artsy fartsy Film oder Blockbuster, Nolans Interstellar ist ein Science- Fiction Medley. Aber zurück zur Handlung.

Farm. Familie. Mais. Alles gut bis auf die Sandstürme und die Hungersnöte und darauf, dass die kleine Murph denkt in ihrem Zimmer wäre ein Poltergeist. Der poltert aber, wie sich bald herausstellt im Binärcode und sendet verborgene Botschaften. Gott sei Dank ist Papa Cooper aber der überqualifizierteste Farmer der Welt. Der Ex-Pilot entschlüsselt das codierte Gepolter und et voilá: wir haben ein paar Koordinaten, die uns nach einer nicht nur für Nolans Verhältnisse unfassbar langen Exposition in den nächsten Teil und damit endlich ins Weltall tragen. Tja, und was nun kommt, wie erkläre ich das, ohne dass es noch eigenartiger klingt als die bisherige Handlung? Nun, die Koordinaten führen zu den letzten Rudimenten der NASA. Die wird geleitet von Brand, Sr. (Michael Caine) und Brand, Jr. (Anne Hathaway), die Cooper faktisch mit den Worten „Du hier! Wie günstig! Wir brauchen da zufällig noch einen Piloten, um die Welt zu retten!“ begrüßen. Da gibt es nämlich neben dem Saturn ein Wurmloch, das da von Aliens platziert wurde, um den Menschen bei der Umsiedlung zu helfen.

Moment mal! Stop!

Anne Hathaway und Michael Caine sind die NASA? Matthew McConaughey war eben noch Farmer und ist seit Ewigkeiten nicht geflogen, geschweige denn je im All? Die kennen sich alle, aber man hat McConaughey nicht angeheuert, sondern er hat durch einen Binärcode eines Geistes dahin gefunden? Und er geht jetzt auf eine Mission, bei der er durch ein Wurmloch fliegen soll, das Aliens da platziert haben? Hinter dem übrigens angeblich zwölf bewohnbare Planeten liegen, die in einer vorangegangenen Mission von anderen Astronauten schon einmal auf Tauglichkeit geprüft wurden. Das ist sehr viel Fiction und so ungefähr gar keine Science. Aber, was solls, ich will das All sehen und ich will Action. Lassen wir das alles mal so stehen…

Dann wird viel geweint, der Abschied ist nämlich auf unbestimmte Zeit und was passiert, wenn man durch ein Wurmloch fliegt, weiß auch niemand so genau. Fast forward…tada!, wir sind im All. Und genau an dieser Stelle wird es wirklich großartig. Visuell ist Interstellar überragend. Der riesige Saturn und vor allem das Wurmloch und die Materie, die sich an seinem Ereignishorizont langsam verformt und eingesaugt wird – das ist Astronomie-Pornographie vom Feinsten. Nolan hat einen Teil des Filmes mit IMAX Kameras geschossen. Man kann den Film auch in einigen wenigen Kinos im IMAX Format sehen. Aber Achtung: eigentlich möchte Nolan, dass dieser Film im analogen 70mm Format gesehen wird. Ja, altmodisch von Film. Aber das hat wirklich einen Mehrwert. 70mm hat eine viel höhere Leuchtkraft und ich kann mir vorstellen, dass das nochmal einen riesigen Unterschied macht (Note: ich selbst habe die IMAX Version gesehen und soweit ich weiß, kann man die 70mm Version nur in Berlin im Zoopalast und in Karlsruhe sehen). Hans Zimmers Orgelmusik unterstreicht diese fantastischen Bilder oftmals ein wenig zu laut und bombastisch – mitunter versteht man die Dialoge nicht vor lauter Musik – aber insgesamt macht dieses furiose, überdimensionale, brillante in Raum und Zeit (und Raum-Zeit) Schweben Interstellar zu einem Must-See. Wenn doch diese unfassbar genialen Momente und Aufnahmen nicht immer wieder von der konfusen und mehr und mehr ausufernden Handlung gestört werden würden. Denn sobald die Crew am Wurmloch steht, geht es los mit dem hölzernen und philosophieschwangeren Gelaber über Quantenphysik und Existenzialismus. Und das wäre wunderbar und würde die Bilder und den Ton sogar unterstützen. Doch leider ist das alles nicht klug, sondern platt. Vor allem der arme McConaughey muss immer dafür herhalten, physikalische Erklärungen dann immer nochmal für „Normalsterbliche“ zu übersetzen in eine lustige kleine Metapher, die auch wir verstehen können.

Ab hier gab es nur noch drei Dinge, die ich dachte: 1) Halt  doch mal die Klappe und geh aus dem Bild!, 2) Wie viele Nebenhandlungen sollen hier noch reingepresst werden? und 3) Die haben Matt Damon vorfliegen lassen, um einen neuen Planeten für die Menschheit zu finden???

Aber dann hat es wieder irgendwo geblinkert und da war ein Raum, in dem fünf Dimensionen auf drei runtergeschraubt wurden (das erklärt Euch dann der McConaughey)…

Faktisch ist es so: Interstellar existiert in zwei parallel zu einander stattfindenden Realitäten. In der einen ist es der beste künstlerisch anspruchsvolle Blockbuster seit Jahren, in der anderen ist es ein mittelschlechter Erklär-Bär-Film, der zu viele, zu oberflächliche, zu hölzerne Geschichten erzählen will. Und wenn Ihr jetzt ins Kino geht, vereinen sich beide just an diesem Schnittpunkt zu einer und dieses Phänomen nennt man Interstellar.

 

Batzman meint:

„Die haben das auch falsch verstanden, die dachten das muß immer länger dauern wenn es episch ist. Aber nein, es sollte ja nur einfach leiser sein.“ – Georgette Dee

Nachdem mich die Trailer zu Interstellar relativ kalt ließen und ich Nolans œuvre mindestens durchwachsen fand bislang, wollte ich den Film zumindest im IMAX sehen, um die beste Chance zu haben, die vermutlich überwältigenden Bilder auf mich wirken zu lassen.

Das die Geschichte bestenfalls problematisch ist und mit viel schwurbeliger Ernsthaftigkeit am Ende eine „Liebe besiegt alles““-Message verkündet, die jeder Disney-Film besser und unterhaltsamer präsentiert, geschenkt. Nolan hat schon lange eine Schwäche dafür mit ernsthaftem Gesicht ziemlich banales Zeug so zu verpacken, dass es gerne mit Tiefgang verwechselt wird. Doch zumindest von den Bildern hatte ich mir Einiges erwartet, zitiert er doch oft und gerne The Right Stuff und 2001 als Inspiration für Interstellar.

Doch gerade die Bilder von Interstellar enttäuschen in ihrer Gesamtheit, so tadellos sie auch getrickst sein mögen. Denn auch wenn es ein paar großartige Aufnahmen gibt, wie die Riesenwelle oder der Eisplanet – in seiner Gesamtheit ist die Optik von Interstellar sehr banal. Die endlosen Expositionen mit denen sich die Schauspieler tapfer abquälen, wenn sie wieder und wieder Wissenschaft- und Philosophie auf Was-Ist-Was-Buch-Niveau herunterziehen, sind gnadenlos langweilig inszeniert. Halbnahe und nahe Einstellung wechseln sich ab, dass ich zeitweise das Gefühl bekam einen Fernsehfilm zu sehen.

Und auch die Aufnahmen des Weltraums sind zwar nicht schlecht, aber für jeden der auch nur eine NASA-IMAX-Doku gesehen hat eine derbe Enttäuschung. Dort wo er vermeintlichen Realismus zeigt, bleibt er deutlich hinter der Faszination echter Weltraumaufnahmen zurück. Dort wo er sich Bilder ausdenkt, sind sie inspirationsloser Standard. Ob Vorbeiflug am Saturn (was das Raumschiff vermutlich nicht überstanden hätte) oder Eintauchen in das Wurmloch – immer sieht es so aus, wie man es schon dutzendfach woanders gesehen hat.

Auch nach endlosen drei Stunden bleibt wenig was staunen ließe, wenig was als nachhaltiges Bild im Kopf bliebe. Weder das Raumschiff, das aussieht als hätten die Designer in der Weißwaren-Abteilung bei Saturn ein bei paar Waschmaschinen im Kreis aufgestellt, noch das schwarze Loch, das wohl eher ein Logikloch ist und zum ärgerlichen Ende hin für eine Lidl-Fassung von David Bowmans-Lichttunnel aus 2001 herhalten muss.

Apropos 2001 – ich bin wahrlich kein Fan des Films, auch wenn ich ihn mindestens einmal im Jahr anschaue. Doch bei aller Kritik, die ich an Kubricks Meilenstein habe, ich erkenne seine großartigen Bilder, sein Gespür für Komposition und ikonographische Momente und Designs an. Und je länger Interstellar lief, umso mehr lernte ich 2001 schätzen. Denn wenigstens formuliert Kubrick nicht für Blöde und traut dem Publikum sowenig zu, dass er wirklich alles zu Tode erklärt und Dialoge aufsagen lässt, die mancher Telenovela zu doof wären.

Alleine die kuriose Idee Matthew McConaughey als Sympathieträger zu besetzen ist mit „seltsam“ kaum zu beschreiben. McConaugheys Cooper hat sowohl Charisma und Energie wie Angela Merkel bei der Fußball-WM. Und anscheinend verwechseln sowohl Nolan als auch er langsam sprechen mit wichtigen Aussagen. Cooper macht längere dramatische Pausen als Calculon in Futurama (die nebenbei bemerkt mit Time keeps on slipping eine deutlich spannendere Geschichte rund um Zeitsprünge und Schwarze Löcher erzählten) und das was er sagt, sind dann doch nur plakatives Blah Blahs wie „We used to look up at the sky and wonder at our place in the stars. Now we just look down and worry about our place in the dirt.“

Nolan und sein Bruder sind vielleicht wirklich Aliens, denn sie konstruieren ihre Figuren mit klaren Funktionen am Reißbrett. Sie schreiben über Liebe und Emotionen, Ängste und Verlust wie ein Außerirdischer mit Asperger, der sich angeschaut hat das Menschen Gefühle haben – ohne sie jedoch wirklich nachempfinden zu können. Mehr noch als Kubrick ist Nolan ein Regisseur des kalten Intellekts, dem anscheinend die Empathie fehlt, um glaubwürdige, lebendige Charaktere zu erschaffen, die nicht jede Emotion aussprechen müssen, damit klar wird, was in ihnen vorgeht.

Show, don’t tell. Das ist eine Binse jedes Drehbuchseminars. Und auch wenn es großartige Dialogfilme gibt, gilt es doch nicht erst seit Hitchcock große Bilder zu finden, die dem Zuschauer die Aussagen vermitteln. Doch wie schon in Inception traut Nolan den Zuschauern nichts zu, lässt alles erklären und aussprechen. Ob Wurmlöcher, wie damals in Event Horizon, auf Kindergartenniveau erklärt werden, obwohl niemand der Beteiligten als hochkarätige Wissenschaftler und Experten diese Erklärung benötigen sollte oder Anne Hathaway mit dauerfeuchten Augen die alles durchdringende Kraft der Liebe beschwört – immer ist es die grobe Kelle mit der Nolan seine Botschaften mitteilt.

Schon vor der Halbzeitpause des Films, hatte ich das Gefühl in einem endlosen Seminar mit Powerpoint-Präsentationen gefangen zu sein, wenn die papierdünnen Charaktere die magere Story unnötig ins Infinitum dehnten. Denn es dauert ewig, bis es endlich mal wenigstens ins All geht. Das sich die weltweite Apokalypse im wesentlichen auf ein Kaff in den USA beschränkt, wo es mal ein bißchen staubt, ist schlimm genug. Das sein Worldbuilding bestenfalls simpel und unglaubwürdig ist, genau wie seine Guerilla-NASA und die konstruierten Hakeleien mit der die Protagonisten sich zusammenfinden, ist für einen Film, der seine vorgebliche Authentizität wie eine Pfadfinder-Medaille vor sich herträgt, mehr als ärgerlich.

Gäbe es nicht John Lithgow und die großartige Mackenzie Fox, die die junge Murph spielt, hätte keine Figur im Film auch nur einen Funken Leben. Der ansonsten geschätzte Michael Caine hat ja schon seinen Auftritt in Dark Knight Rises durchtelefoniert und auch hier bleibt er von seiner Rolle unterfordert. Ebenso wie Wes Bentley (im wesentlich Bart), Casey Afflek und der rührend knallchargierende David Gyasi (dessen Interpretation eines alten Mannes man in der Güte sonst nur im Theaterworkshop der Volkshochschule sieht).

Ich liebe Science Fiction und auch ernsthafte, langsam erzählte Werke wie Silent Running, Soylent Green oder Primer sind zweifellos unterhaltsam und laden zur Auseinandersetzung ein. Doch egal ob sich Nolan mit Astrophysiker Kip Thorne als Ko-Produzenten schmückt und egal wieviel oder wenig Bullshit hinter seinem schwarzen Loch und dem Tesserakt steckt – nichts kann die im Kern doofe Story übertünchen, die mit unterentwickelten Charakteren und gewaltigem Aufwand Weisheiten verkünden, die auch in Glückskeksen nicht fehl am Platze wären. Nolan lässt Hans Zimmer mit vollem Orchestereinsatz die Gefühle durchprügeln, die seine Bilder und die Story nicht hergibt. Weder Intimität, noch Reflexion noch echte Erhabenheit.

Jede Star Trek-Folge versprüht mehr Entdecker-Geist und macht mehr Lust nach den Sternen zu greifen, jede IMAX-Doku bietet faszinierendere Bilder, jeder Star Wars Film hat bessere Kalauer-Roboter zu bieten – wenn man denn meint sowas zu benötigen. Wobei der Roboter mit seinem unpraktisch-seltsamen Design, das aussieht wie ein 80er Jahre Managerspielzeug, vermutlich noch das Originellste ist was Interstellar zu bieten hat.

Wäre der Film runde 100 Minuten lang, hätte etwas mehr Mut sich zu dem Abenteuer-Trash zu bekennen, zu dem er wird, wenn Matt Damon als Captain Psycho durchdreht und würde weniger Zeit mit geschwätzigem Schmollen und mehr mit tatsächlichem Entdecken verbringen – er hätte das Zeug zu wirklich guter Unterhaltung.

Auch Gravity und Prometheus haben gigantische Probleme, doch beide Filme bieten ohne Zweifel und bei aller Storykritik fantastische Bilder. Interstellar sprüht weder vor inhaltlicher noch vor optischer Inspiration (Nolan kann nach wie vor keine kohärente Actionszene inszenieren, bei der klar würde wer gerade was wo macht) und versucht trotzdem mit Gewalt epische Gefühle und Anspruch zu erzwingen. 2001 bietet bei weitem die eindrucksvolleren Bilder und The Right Stuff das bessere menschliche Drama. Und fast bin ich geneigt zu sagen: selbst die doofe Daddy-opfert-sich-und-Tochter-ist sauer-Trope wurde in Armageddon spaßiger verbraten.

Das Licht geht an im IMAX – es bleiben eine Handvoll okaye Szene und die Erleichterung. dass diese trostlos, pathetische Odyssee in den Weltraum doch noch ein Ende gefunden hat.

Doch zumindest gelingt es Nolan zu beweisen, wie relativ die Zeit doch ist. Die drei Stunden im Kino, kamen mir locker wie drei Tage vor. Ganz ohne schwarzes Loch.

  • Interstellar 6. 11. 2014 an 19:43

    Was ist das denn für ein sinnloses Review? Warum wird hier nicht gleich die gesamte Story bis ins Detail beschrieben. Es gibt Leute die den Film heute noch nicht gesehen haben…

  • MoZ 7. 11. 2014 an 9:40

    Die Kurzfassung trifft es ganz gut. Ich finde ja die Schlußmoral am schlimmsten: All you need is love. Boah, ne.
    Und dann auch noch die Auflösung des Poltergeistes. Was zum Teufel sollte das?
    Wenn die beiden Dinge nicht wären, fänd ich den Film nur super. So ist er super und total doof gleichzeitig.

  • Stephan 8. 11. 2014 an 20:58

    Der Film ist viel zu lang. Die Handlung ist bekloppt und total unlogisch. Die Bilder sind teilweise nicht schlecht, aber bei Gravity waren sie viel besser. Die Musik ist übertrieben dramatisch. Da wurde die Orgel zu weit aufgedreht. Das Ende ist typisch Hollywood. Ich habe den Film im Zoopalast gesehen. Ein höhere Leuchtkraft oder besseres Bild habe ich nicht mitbekommen.

  • michi 10. 11. 2014 an 1:10

    Ich gucke zwar immernoch mal wieder gerne hier vorbei, aber ich bin ganz froh dass ich trotz der 2,5 (!) Sterne Bewertung hier doch in den FIlm gegangen bin. Und kann jetzt auch nachvollziehen warum der Film fast durch die Bank weg zum Oscarkandidaten hochstilisiert wird. Aber jedem sei seine persönliche Meinung gegönnt, von daher schade dass du den FIlm nicht so genießen konntest wie der Rest der Zuschauer.

  • Baum 10. 11. 2014 an 14:42

    Schlechter bewertet als Glitzer-USB-Stick-Lucy und Gozilla?
    Genauso schlecht wie der letzte Spiderman, der unterirdisch war?
    Echt jetzt?
    Schwerlich nachzuvollziehen.

  • Baum 10. 11. 2014 an 18:38

    und nehmt mal den Chameo aus dem Artikel raus, was soll denn das?

  • Necier 10. 11. 2014 an 19:49

    Kein Hinweis auf *spoiler*
    Danke… :-/

  • Hans 12. 11. 2014 an 0:50

    „Gravity“ ist immer noch keine Science Fiction! Ist „Fast and the Furious“ Science Fiction, weil dort Autos vorkommen? Oder „Armageddon“ weil dort eine Rakete vorkommt? Science Fiction muss schon Technik bieten, die es NOCH NICHT gibt, nicht Gegenwartstechnik (Weltraum ist nicht gleich Science Fiction, siehe „Armageddon“).

  • elvis presley 12. 11. 2014 an 1:18

    sorry aber die kritik stimmt bei diesem film nie mit der zuschauermeinung überein. der ist besser als ihn jede kritik hinstellt. vor allem diese nutzlose review. 100% derer die ich kenne und die ihn gesehn haben waren begeistert. also such dir ein neues hobby admin. vielleicht lkw fahrer oder so…

  • Cooper 12. 11. 2014 an 22:20

    „Das die Geschichte bestenfalls problematisch…“

    Ja bist du denn deppert, was für Analphabeten maßen sich hier an, Filmkritiken zu schreiben. Lernts zuerst einmal die das/dass-Regel, ihr Flaschen!

  • MAC 12. 11. 2014 an 23:47

    Gab wohl schon zu viele positive Bewertungen. Da MUSS man ja ,der Ehre wegen, einen Verriss schreiben ;-)

  • nolem 13. 11. 2014 an 9:30

    Ehrlich gesagt ist der Film überragend, unter der Bedingung, das man ihn versteht. Ist ist nicht nru eine Endeckerepos und „All you need is Love“, das ist viel zu flach und die Nachrcht, die transportiert, ist analog zur aktuellen Entwicklung und Situation unsere Gesellschaft. Absolutes Muss wenn man nicht RTL mag!

  • Rumo 16. 11. 2014 an 9:58

    Mackenzie Foy heißt die Schauspielerin. Nicht Fox.

    Auch ansonsten eine recht oberflächliche und schlecht recherchierte Rezension. Finde den Film auch nicht toll, aber man könnte wenigstens mal versuchen sich mit den zentralen Themen/Botschaften des Films auseinanderzusetzen.

    Review der Review: 2/10

  • DrSnyder 17. 11. 2014 an 9:56

    Völlig überzogen schlechte Rezension. Klingt nach viel Frustration und die Beschissenheit des eigenen Lebens. Ich bin SciFi-Fan und Nolans Interstellar hatte auf mich eine mesmerisierende Wirkung. Nach der Vorstellung fühlte ich mich wie aus einer langen Reise zurückgekehrt. Ihr seid keine Filmfreunde, das habt ihr beiden sehr gut mit dieser Rezension unter Beweis gestellt.

  • TheCorey 18. 11. 2014 an 17:43

    Erschütternd, dass es Leute gibt, die sich erdreisten, INTERSTELLAR nicht abzufeiern und auf dieses leere Konzept „Meinungsfreiheit“ reinfallen.

    Der Film ist „natürlich“ ein Meisterwerk und alle Kritiken, jede Einzelne auf der großen weiten Welt, sollten das wiedergeben!!!

  • MAC 18. 11. 2014 an 19:45

    @TheCorey

    Ich fand den Film gut (nicht überragend auch wenn ich Nolan Fan bin) das spielt auch hier keine Rolle.

    Ich finde generell (in jede Richtung ob gut oder schlecht) total ÜBERZOGENE Kritiken in jedem Fall abschreckend.
    Was sollen mir solche Kritiken denn sagen? Der Autor fand den Film absolut beschissen oder das beste was er je gesehen hat.
    Ich gucke generell erst den Film und les mir dann die Kritiken durch. So weit auseinander wie bei Interstallar findet man sowas auch nicht alle Tage, also lege ich wirklich jedem ans Herz sich ein eigenes Bild zu machen.

  • TheCorey 19. 11. 2014 an 1:01

    @MAC

    Die Kritiken geben die subjektiven Meinungen zweier Menschen wieder, denen der Film über weite Strecken nicht zugesagt hat und die benennen, wo sie Probleme mit ihm hatten.

    Das ist legitim. Ich habe den Film auch gesehen und fand ihn doof und finde die Kritiken ziemlich treffend. Und manchmal finden die Filmfreunde Filme doof, die ich super finde. Und manchmal welche super, die ich doof finde. So ist das nunmal. Andere finden den Film besser und die Kritiken nicht treffend. Aber diese Tendenz, wenn jemand anderer Meinung als man selbst ist dann wie ein biestiges Gör zu schimpfen und kratzen wie es nicht nur hier, sondern auch generell im Netz (verstärkt) der Fall ist, hat inzwischen schon etwas bewundernswert Bedauernswertes.

    Generell empfiehlt sich IMMER, dass sich jeder ein eigenes Bild machen sollte. Sonst sagt einem irgendwann wer, die Welt hört hinter Castrop-Rauxel auf und man glaubt das, weil man nicht selbst nachsieht.

  • Boris 19. 11. 2014 an 10:54

    @TheCorey

    Ich versuche mal zu erklären, was die Leute an diesem Review gestört hat.

    Stell dir einen Restaurantkritiker vor, der nichts mehr schmeckt und deshalb alle Mahlzeiten verschmäht. Dieses Problem haben wir hier.

  • NiggNagg 20. 11. 2014 an 12:34

    Ich fand den Film gut. Er hat eine Stimmung erzeugt, eine Stimmung die ich mag und mich an meine Kindheit errinnern. Ein verstörender Einstieg in die Endzeitwelt unserer zukünftigen Erde, der eventuell etwas mehr hätte in die Tiefe gehen können, wobei gerade die Anrisse viel Platz für Fantasie und eigene Interpretationen gelassen haben. Ok, ich gebe zu das die Handlungsabfolge „Poltergeistzeichen in irgendeinem Raum auf irgend einer Maisfarm – ach ne, hier geht’s ja zur NASA – cool, dass Du da bist, lass mal losfliegen“ etwas seltsam anmutete, hat mich aber im Nachhinein dann doch nicht so gestört. Und was dann passiert, fand ich großartig. Tolle Bilder und meiner Meinung nach ein tolles Setdesign. Die Roboter fand ich die ersten 10 Minuten sauschlecht, bis ich erkennen musste welch Meisterleistung den Designern da gelungen ist. Die haben es echt geschafft, einem Roboter ein völlig neues Aussehen zu verpassen, toll. Und das Thema zu laute Filmmusik habe ich persönlich überhaupt nicht so empfunden, im Gegenteil, ich fand das als zwar experimentellen, aber gelungenen Einsatz der Musik. Die Leute regen sich über die bescheuterten und zu langatmigen Dialoge auf, stören sich aber dann daran diese auf Grund der Musik kaum mitzubekommen… hä? Ich glaube, dass es Nolans Absicht war, die Dialoge stellenweise in den Hintergrund treten zu lassen um Platz für die Stimmung zu machen und dass das Gesprochene in diesen Szenen dann auch einfach nicht besonders wichtig war. Die Filmmusik war meiner Meinung nach grandios.
    Ich gebe dem Film mindst. 4 von 5 Punkten.

  • The Polygonist 25. 11. 2014 an 10:24

    Ok. Bleiben wir nüchtern bei den Fakten. Die letzten 15 Minuten hätte sich Nolan sparen können. Der Film hätte auch bis dahin locker so funktioniert.
    Ansonsten muß ich mit einigem Abstand eingestehen das der Film ein Meisterwerk ist. Aber nur deshalb weil der Rest im SF Genre, im Grunde genommen, seinen wir doch ehrlich, so schlecht ist.
    Das Konzept SF im Kino wird entweder nur dadurch definiert das es eine endlose Fambase nach sich zieht ( Star Trek, Star Wars ) aber nicht das es die ungemeine Wucht die das Universum auf das einzelne Individium erzeugt, thematisiert.
    Das schafft Interstellar ebenso wie Gravity, trotz ein paar dramartugischen Schwächen, ohne Frage.
    Das Universum ist nicht nur ein Tummelplatz einer ausbordender Fantasie von ein paar Make up Artist und Concept Designern.
    Das Universum ist ein endloses Arcanum, und wir haben nicht die leiste Ahnung was da draussen wirklich vor sich geht. Genau dieses Gefühl vermittelt dieser Fim perfekt.

  • burns 30. 11. 2014 an 20:51

    Erstaunlich. Es war noch nie der Fall, dass ich Batzman wirklich in jedem Satz widersprechen möchte.
    Manchmal fehlt mir bei den Fünf Filmfreunden doch so ein bisschen ein kluges „nach meinem Geschmack“ oder „meiner Meinung nach“, denn bei der Beurteilung von INTERSTELLAR handelt es sich doch ziemlich eindeutig um unerfüllte Erwartungen und Geschmacksfragen.
    Aber das war ja noch nie die große Stärke von Kritikern…

  • Frank 1. 12. 2014 an 14:33

    Ich fand den Film nicht gelungen. Persönliche Meinung. Es wirkte einfach nicht, mir fehlte die Weite des Weltraums, die Persönlichkeiten, die so einen Film tragen können und es gab viel Unpassendes. Matt Damon… oh Mann. Der Roboter war lustig, aber passte auch nicht in die Architektur des Filmes. Plötzlich wieder zwei Sichtweisen auf All und Erde. Und das Ende war schlicht albern. Spoiler: Ein kompletter Fehlschlag für alle Handlungsstränge hätte den Film groß gemacht.

    Dass eine Star Trek-Folge nun mehr Spaß machen oder die Bilder so scheiße gewesen ein sollen, ist schon sehr übertrieben. Liest sich alles sehr dahingerotzt und macht keine Laune zu Ende zu lesen…

  • Papiervogel 4. 12. 2014 an 23:59

    Das beste an Interstellar ist, dass ich deswegen diese unterhaltsame Filmkritik gelesen habe. Danke, ich habe sehr gelacht.

  • tyrus 11. 12. 2014 an 9:40

    Was waren das eigentlich für hölzerne ami-moral Dialoge ????? Katastrophe.
    Bin leider sehr enttäuscht. Die paar netten Weltraumbilder haben das auch nicht besser gemacht.
    Die Review spricht mir aus dem Herzen.
    widerspreche nur der Ansicht, der Film hätte noch eine zweite Dimension in den er nur irgendwie gut wäre.
    Der Nolan macht nix gutes mehr. Hätte ich mir nach dem letzten batman teil denken können.
    Aber…. ICH WILL ENDLICH WIEDER EINEN GUTEN SCI-FI FILM SEHEN !!!!!!!

  • Kuemmelmonster 29. 12. 2014 an 21:08

    Was ich ja nicht so ganz gerallt habe:
    * Wieso wird alles auf einmal so dunkel, nur weil der Astronaut den Ereignishorizont passiert hat?
    * Wie erklärt sich die Zeitdehnung auf dem Wasserplaneten? Rast der so schnell durch seinen Orbit? Warum wird er nicht durch Gezeitenkräfte zerissen?
    * Wie konnte der 4-dimensionale Astronaut mit den 3-dimensionalen Buechern interagieren?

    Was nett war:
    Wie die „Quanteninformationen“, die der VINCENT-Verschnitt von einem Roboter sammelte, erfolgreich auf Zuckungen eines uralten Sekundenzeigers uebertragen und verstanden werden konnten.

    Abgesehen davon ist meine persoenliche Kritik nicht ganz so heftig, wie die von Batzman, aber ich stimme ihm in allen wesentlichen Punkten zu. Ein kontra aber doch: Die Darstellung des Wurmloches war doch klasse, oder?

  • Robert 31. 12. 2014 an 9:02

    Ich weiß nicht was der Mensch an Sci Fi für Erwartungen hat, sowas hier guckt sich Stephen Hawking an wenn er seine Theorien mal gelungen in Zwei Stunden Film untergebracht sehen möchte.
    Ich habe mir erst die Rezension hier angetan, dann stirnrunzelnd nochmal nachgesehen ob Matthew McConaughey wirklich in diesem „so schlimmen“ Film mitspielt, spielt er. Habe mich dann reingesetzt und konnte von vorne bis hinten die Augen nicht vom Film lassen, und ich bin durchaus kritisch.
    Sci-Fi hat bei den meisten mit ihren Kinderträumen angefangen, es hat untrennbar mit Idealen zu tun, mit Wünschen und der Neugier an dem was da draußen ist.
    Insofern hat Interstellar ganz ganz GANZ viel Science Fiction, im besten Sinne des Wortes.
    Es berührt den Kern, den 2001 – Odyssey im Weltraum perfekt cinematographisch verkörpert, Star Trek 1 etwas hippiemäßig darstellte, der bei Alien hinter tiefen Gruseln versteckt ist, und was Prometheus VÖLLIG gegen die Wand gefahren hat.
    Es ist die Neugier nach dem Unbekannten da draußen.
    Nolan pocht am Ende ein bisschen auf dem Pathos, darf er doch !
    Passt doch wunderbar ! Kinders, wer sich von Filmen nicht berühren lassen möchte soll Logarithmentafelwerke im Keller auswendig lernen.
    Die mit Abstand unpassendste Review überhaupt, und ich hab auf 5FF eigentlich schon viel gelacht und genickt.

  • Dieter 4. 1. 2015 an 3:23

    So sieht es also aus, wenn Menschen, die sich für Stephen Hawking halten, enttäuscht sind, dass andere Menschen, die nicht diese Intelligenz besitzen ein Machwerk für Sterbens langweilig halten.
    Ich bin in meinem Leben bisher 2 Mal bei einem Film eingeschlafen. Interstellar gehört dazu.
    Der Author dieser Review spricht all das aus, was ich in meinen Wachphasen gedacht habe. (Ein wenig mehr ist es schon, da ich ja einige Teile verschlafen habe)
    Ich habe das Gefühl, dass sich hier einige, mit der Meute der Verstehenden heulende, auf den Schlips getreten fühlen.
    Gebt doch diesem Exponat der Filmkunst einen Oskar. Auch nicht schlimm. Heute genügt es doch schon 20 Kg. für eine Rolle runter zu hungern, um als guter Schauspieler zu gelten. (Matthew ist toll!!! Würg)
    Ich jedenfalls habe mich über dieses Machwerk geärgert, wie schon lange nicht mehr.Basta.

  • Danilo 6. 2. 2015 an 9:57

    Ich habe den Film gesehen und mir danach nochmal die Review hier gegeben.

    Die Review hier ist…ja wie immer eine Geschmacksäußerung. Vielleicht hat Batzman schon zu viele Filme in seinem Leben gesehen und ärgert sich nun darüber, dass ihn neue Filme nicht mehr so überraschen können, wie damals als 10/11 Jähriger?

    Mir gefällt der Film sehr gut. Die Außenaufnahmen des Raumschiffes fand ich zwar besonders am Anfang seltsam, später aber als Stilmittel zur Darstelleung von Orientierung und Verlorenheit zugleich für mich nachvollziehbar.
    Die Effekte, Weltraumansichten waren insgesamt nicht überwältigend, aber sie haben der Story einen angemessenen Rahmen gegeben und haben funktioniert, zum Teil auch mit Oha-Eindrücken. Die Story ist natürlich auf an vielen Eckpunkten sehr einfach geerdet: Liebe treibt Menschen an, ebenso ihre Angst vor dem Tod, ihr Bedürfnis nach Gesellschaft oder ihr Verlangen Grenzen zu überwinden… Also der Film ist großartig. Die Dartseller spielen nachvollziehbar und überzeugend. Am Ende dachte ich „Oh nein, bestimmt kommen gleich irgendwelche Alibi-Aliens und machen die Story kaputt.“ Aber der Abschluss war auch gut. :)

  • AS 13. 2. 2015 an 21:12

    boah ich kann dieses dumme gelaber von euch nicht ertragen.batzman erzählt glaub ich die größte scheiße von allen,das ist mir schon mehrmals aufgefallen.wenn man zu dumm ist,den film zu verstehen,sollte man es besser gleich lassen^^

  • El Nico 21. 4. 2015 an 18:43

    Kann die Kritik im Großen und Ganzen nachvollziehen – gerade auch das „Hochsicherheitstrakt-NASA, wer steht vor unserem Zaun, ach irgendwer, aber komm mal rein – ach, dich kennwer doch, willst du mal fix ein paar tausend Lichtjahre weit weg fliegen?“ fand ich zu gerafft, da hätte man von der ersten halben Stunde mal fix 10 Minuten abzwacken können, um mehr Konflikt und Überzeugungsarbeit darzustellen -, war aber trotzdem sehr angetan von der (trotz nicht gerade dunklen Bildern) eher düsteren, kalten Stimmung des Films, die selbst in den „All you need is love“-Momenten bestehen blieb und diese eben nicht butterweich gemacht, sondern angespannt gelassen haben. Darf man getrost als Epos bezeichnen.

    So inkonsistent Nolans Actionregie sein mag, so abrupt und ungewohnt das Pacing teils ist, so sehr schätze ich an ihm, wie er Stimmung aufbaut und hält. Das mag man angesichts manchmal dünner Story und Dialoge als übertrieben bedeutungsschwanger bewerten – ich finde es angenehm unbequem, weil es in keinem seiner Werke wirkliche „Relief“-Momente gibt. Ich mag das.

  • Natalie Tietz 1. 7. 2015 an 22:39

    Meine Güte Leute, dieser Film ist und bleibt ein Sci-Fi-Film.. Wer dieses Genre nicht mag, sollte ihn sich nicht anschauen, schon gar nicht darüber urteilen… Meiner Meinung nach könnt ihr ihn euch angucken, aber dann seid doch bitte etwas open minded und romantisch.. Es handelt viel davon, wie vergänglich das irdische Leben ist.. Also genießt es..

  • Kripcke 21. 7. 2015 an 3:31

    Also bitte Natalie. Selbst meine Freundin fand die Liebes/Heul-Szenen melodramatisch und total überzogen. Der Inhalt des Films (um die Mitte herum) war mehr als zäh und langatmig, dafür das Ende an Bild- und Informationsgehalt bei Weitem überfrachtet ohne viel zu erklären. Das wirkte wie „nach 3h müssen wir ja zum Ende kommen“ – anstatt in der Mitte etwas Zeit einzusparen (warum ausgerechnet 3 Planeten/“erfolgreiche“ Entdecker statt 2 usw).
    Darüebr hinaus liebe ich Sci-Fi-Filme, aber Event Horizon wahr wesentlich spannender und das ohne großartige Auflösung. Dass man vom eigentlichen Hauptplaneten Erde und dessen Problemen viel zu wenig mitbekommen hat (global gesehen) ist meiner Meinung nach ein starker Kritikpunkt, der der Endzeitatmosphäre abträglich ist. Daran ändern die paar flüchtenden Dorfbewohner auch nichts…
    Das Fast-Ende im Tesserakt empfand ich als „gut“, zumindest weil es den Handlungsbogen schließt und auf den Ursprung entsprechend Bezug nimmt und das Thema Zeitreisen etwas beleuchtet.

  • LottaSay 1. 8. 2015 an 12:51

    Ich fand den Film gut, super Bilder und so weiter.
    Als absoluter nicht-Durchblicker, was selbst Grundlagen der Physik angeht, konnte ich mir auch alle Theorien über Schwarze Löcher und das alles gefallen lassen und sie annehmen – ich weiß es einfach nicht besser :-)
    Ob das dann nachher noch irgendwie Sinn macht? Keine Ahnung! Aber die Storyline fand ich überzeugend, selbst wenn es sie irgendwo schon vorher mal gab.
    Was mich allerdings sehr gestört hat an dem Film, war, wie „Kripcke“ schon anmerkte, dass von der Endzeit-Erde zu wenig gezeigt wurde.
    Auf der einen Seite irgendwie gut, weil damit halt wirklich der Zoom auf Cooper und seine emotionale Verwicklung (Familie, persönliches, enges Lebensumfeld und -umstände) gezeigt wird, auf der anderen Seite schlecht, weil alles so durchamerikanisiert in den Bildern:
    Baseball, Mais, Architektur, und in den emotionalen Momenten dann an Kirchenmusik erinnernde Scores. Auch später in der Raumstation dann nur Baseball, Mais, US-amerikanische Architektur.
    Da hätte mir ein wenig Bezug zur gesamten Menscheit sehr gefallen, orientalische oder afrikanische Klänge, wenigstens mal Bilder von, was weiß ich, Japanern, die auch mit dem Verfall der Erde zu kämpfen haben, oder einer Raumstation, in der Fußball oder Kricket oder Murmel oder Stöckchen-Backgammon sonst was gespielt wird.
    Des weiteren habe ich mich, so sehr ich auch wirklich heulen musste, wenn es um die zurückgelassenen Lieben geht, doch sehr gewundert, warum Cooper eigentlich so ein Penner ist, und am Schluss nur noch an seine hochbegabte Tochter, und nicht an seinen Sohn denkt.
    Die eine Frage am Schluss an den Arzt: Lebt meine Tochter noch?
    Ey, und der Sohn???
    Der immerhin auch einiges durchgemacht hat, mit dem Verlust eines Kindes, und im Gegensatz zu Murph keine Hoffnung in der Suche und Erforschung dieses ganzen Gravity-Wurmhole-Blackhole-yatata-yatata finden konnte, sondern sich auf der Staubfarm den Arsch aufgerissen hat für seine langsam dahindarbende Restfamilie. Der wird dann nur als verbohrter Penner dargestellt, der seine Familie lieber im Dreck sterben lässt als ihr helfen zu lassen, und als Strafe dafür wird er später überhaupt nicht mehr erwähnt.
    Hätte man nicht wenigstens zeigen können, dass der halt auch irgendwann gestorben ist, aber sein Sohn vielleicht noch lebt oder sonst etwas? Hätte Cooper nicht mal nach ihm fragen können?
    Welche Moral soll man daraus ziehen?
    Tom kann nichts, der wurschtelt auf der Farm rum und der kommt schon irgendwie klar, geschenkt, aber Murph!!! Die tolle Supermurph, die ist klug und hat was drauf und ist die Rettung der Menschheit und deshalb stelle ich sie über mein anderes Kind?? Das Kind, das begabt ist, ist mehr wert als das nicht begabte?
    Da hätte man Tom auch gleich weglassen können.

    Über McConaugheys Darstellung war ich auch manchmal etwas verärgert, das war wirklich manchmal etwas zu viel trockenerKnochen, dann in den Momenten, in denen es um seine Familie ging, zB in den ersten Videobotschaften von Tom, der vor seinen Augen, aber sehr weit weg altert und Kinder bekommt und verliert, aber wiederum sehr emotional, was das Ganze für mich wieder erträglich machte und den Ärger über diesen „ich bin hier der supercoole Wissenschaftler und Pilot und steh eigentlich total über diesem ganzen Farmerscheiß“-Typen vergessen ließ.
    Aber gerade wegen dieser Videobotschaftszene ärgert es mich doppelt und dreifach, dass Tom am Ende überhaupt nicht mehr erwähnt wird!

  • En1gma 28. 2. 2016 an 20:27

    Wow…………..
    Selten so einen Käse gelesen!!!
    Darf in keinem Film mehr eine Farm mit Maisfeldern vorkommen,ohne gleich beschuldigt zu werden das setting bei Signs geklaut zu haben???
    Lächerlich.
    Fast jeder Regiseur lies sich im Since Fiction Bereich von 2001 inspirieren.Ich glaube uch nicht das Nolan dies abstreiten würde.
    Warum auch ?
    Eigentlich hat der Film keine Logiklöcher,niemand weiß was in einem Wurmloch abgeht,es existiren nur Theorien darüber.Wir sind halt einfach noch nicht so weit mit unserer Forschung.
    Nolan hat sich vor Drehbeginn mit Kip Thorne einem Superstar der theoretischen Physik zusammengesetzt und das Drehbuch mit ihm ausgearbeitet.
    Die Story ist also zumindest aus physikalischer Sicht absolut frei von Logiklöchern.
    Ist ja immer Geschmackssache ob jemand einen Film gut oder schlecht findet ,aber die Kritikpunkte die hier aufgeführt werden sind für mich absolut unverständlich.
    Der Film ist nahezu perfekt ,einer der besten Filme überhaupt.
    Auch finde ich die Karaktere nicht papierdünn,ganz im Gegenteil.
    Matthew McConaughey zB ist einfach großartig in der Rolle.

    Ich könnte noch Stunden weitermachen,habe aber leider keine Zeit.

    Leute guckt euch einfach diesen Film an wenn ihr ihn noch nicht gesehen habt.
    Wer SciFi mag wird Interstellar lieben.

  • dirk bruhse 18. 5. 2016 an 11:35

    Wer auf den „Liebe“-Plot reinfällt, hat von der eigentlichen Story absolut „nichts“ mitbekommen! xD