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Unsere liebsten Weihnachtsfilme

16. 12. 2014, Rocky Balbea, 3 Kommentare

Alle Jahre wieder klingelglöckt es ganz gewaltig und dann wird es Zeit sich mit Esskastanien, Spekulatius und Glühchampagner vor die Kaminloop-DVD zu setzen und zu überlegen, welche Weihnachtsfilme in diesem Jahr wieder aus dem Stream gefischt werden. Wenn in der F5-Villa im Grunewald die Filmfreunde geröstete Eurocent knabbern und in ihr Privatkino heruntersteigen ist es immer ein ganz besonderer Moment, wenn wir uns gegenseitig mit Kunstschnee einsprühen, ehe die Butler die Vorhänge der Leinwand aufziehen und unser ganz privates Weihnachtsfilmfestival startet. In diesem Jahr gibt es folgendes zu sehen:

Rocky Balbeas liebste Weihnachtsfilme weil Weihnachten zu besinnlich ist:

 

Christmas Caper 

Shannen Doherty, die wohl uncharismatischste Schauspielerin der Welt in einem Weihnachtsfilm wo sie eine Einbrecherin spielt (yeah, right), die auf ihre Nichte und ihren Neffen aufpassen muss. Dieser Film ist wie Hämorrhoiden. Oder besser, das Äquivalent zum unangenehmen Weihnachtsbesuch der Verwandtschaft aber gleichzeitig so schlecht, dass er schon wieder gut ist. [amazon template=add to cart&asin=B001ASJIXG]

 

Santa’s Slay

Ein Wrestler als der Weihnachtsmann und Fran Drescher wird in Minute 2 abgefackelt und in der Bowle ersäuft. Das ist wie Weihnachten bei uns zuhause. Hach… [amazon template=add to cart&asin=B000X23NAY]

 

Elves

Action International Pictures presents…Nazi-Elfen aus der Hölle, die die Elfen-Herrenrasse wieder auferstehen lassen wollen. Das ist nur nich so ganz einfach, dazu brauchen sie eine Jungfrau mit der sie das Herrenrassen-Brunftprogramm beginnen können.

 

Santa Claus conquers the Martians

Ein ganz wunderbarer WTF?????? – Film. Ja, total blöd, aber ich liebe was  MST3K daraus gemacht haben und wie sehr man ihm den Kalten Krieg anmerkt. [amazon template=add to cart&asin=B000R34XWG]

 

Batzmans bunter Weihnachtsspaß mit Bommeln:

 

The Ref oder No Panic, Gute Geiseln sind selten gehört nach wie vor zu meinen Lieblingsfilmen.
Kevin Spacey und Judy Davies die von Denis Leary eine geiselmäßige Familientherapie am heiligen Abend bekommen. [amazon template=add to cart&asin= B00008XQIA]

 

Scrooged. Keine Weihnacht ohne Dickens. Und neben der „Muppet Weihnachtsgeschichte“ ist natürlich Scrooged meine Lieblingsversion dieses Weihnachtsstandards, weil: Bill Murray. And put a little love in your heart, goddamit! [amazon template=add to cart&asin=B00005R69H]

 

Rise of the Guardians – Dreamworks Animation ist ja immer „Hit&Miss“, aber dieser Film ist tatsächlich zu unrecht untergegangen. Wie Jack Frost mit dem Osterhasen, dem Sandmann und der Zahnfee Weihnachten rettet ist klasse animiert, schön animiert und macht einfach Spaß. Ja sogar in 3D. [amazon template=add to cart&asin=B00HW52392]

 

A Christmas Story. Liebenswert, altmodisch, witzig und einer der wenigen Filme die ich in der deutschen Synchro mit Harald Juhnke als Erzähler mag. Du wirst dir das Auge ausschießen! [amazon template=add to cart&asin=B000VBIGCW]

 

Und natürlich mein All-Time-Favorit, Terry Gilliams BRAZIL, den man eigentlich zu jeder Jahreszeit gucken kann, der aber an Weihnachten spielt und dann besonders schön ist: [amazon template=add to cart&asin=B00C7HLW56]

Zu Weihnachten gehören natürlich auch Gremlins, Die Hard und die Futurama Evil Santa Episoden & die Doctor Who Weihnachtsspecials des 10th Doctor.

Und weils so schön ist nochmal meine Weihnachts-Faktenflut:

Mal Sehen feiert Weihnachten so:

 

Zu Ehren der Geburt einer fiktiven Figur ein Fest zu feiern, war bei uns zuhause zu unseriös. Wir feierten stattdessen Bill Murray und den Weihnachtsmann. Die gibt es nämlich wirklich.
Und so begab es sich, dass in einem kleinen Häuschen in Ostwestfalen die Zeit bis zur Bescherung mit Geistern und Murmeltieren überbrückt wurde. Jahr für Jahr pilgerten die kleinen Kinder ins Wohnzimmer, wo sie in einer Decke eingewickelt, mit Pizza und Süßigkeiten ruhig gehalten wurde, bis es endlich dunkel war und die Geschenke verteilt wurden.

Noch nach über 20 Jahren wird der heilige Abend mit Und täglich grüßt das Murmeltier eröffnet. Inzwischen wohne ich nicht mehr zuhause und versuche seit 14 Jahren diese Tradition mit meiner Ehefrau fortzuführen. Leider mit mäßigem Erfolg: Ich liege allein unter der Decke und esse Pizza und Schokoweihnachtsmänner, während sie kopfschüttelnd in ihrem Ohrensessel versucht zu lesen, während ich den Text mitspreche: [amazon template=add to cart&asin=B00005UOJ9]

 

Nach einer kurzen Pinkelpause geht es ohne Unterbrechung weiter: Die Geister die ich rief gehört wohl zu den wichtigsten Filmen meines Lebens, weil: [amazon template=add to cart&asin=B00005R69H]

 

Der weitere Ablauf wechselt von Jahr zu Jahr. Hier noch drei weitere Filme, die die Zeit überbrücken, bis ich endlich meine Geschenke öffnen kann:
A Nightmare before Christmas gehört doch wohl in jede Weihnachtssammlung. Versteht sich doch wohl von selber: [amazon template=add to cart&asin=B001B8NVBU]

 

Kevin – Allein zuhaus fehlt bisher?! Was ist denn mit Batzman und Rocky Balbea los?
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Und was wäre eine Weihnachtsfilmliste ohne die Griswalds?
Eine Schöne Bescherung: [amazon template=add to cart&asin=B000K7UDZK]

Jesus hätte es so gewollt.

 

Nilz N. Burgers Weihnachtswideos

 

Es gibt eigentlich nur einen Weihnachtsfilm und das ist Schöne Bescherung (National Lampoons Christmas Vacation). Mal Sehen hat den zwar schon genannt, aber der Film ist einer der Hauptgründe für mich, mich auf die Weihnachtszeit zu freuen. Ich hab sogar so ein original Elchglas bestellt und stelle es im Advent immer als Weihnachtsdeko auf. Das ist der beste Weihnachtsfilm ever ever ever. Meine 13-jährige Tochter freut sich auch immer drauf. Vermutlich auch darauf, dass ihr Papa schon seit Éwigkeiten immer an den gleichen Stellen lachen muss. „Guck mal, kein Abruss, Drucky!“ Gnihihihihi!

Ein anderer Film ist deutlich jünger und irgendwie untergegangen, ich hab keine Ahnung warum, kann mir aber gut vorstellen, dass der in 10-15 Jahren wiederentdeckt und Kult wird, vielleicht so wie die Gruswolds. In Die Gebrüder Weihnachtsmann ist Vince Vaughn der Bruder vom Weihnachtsmann, herrlich gespielt von Paul Giamatti. Klar lieben alle Santa Claus und wie das bei Brüdern so ist, ist der andere deswegen angepisst. Klar entspinnt sich daraus ein klassischer Hollywood-Weihnachtsfilm, aber der ist trotzdem so lustig und entzückend und hat so einen tollen Soundtrack – den sollte man mal gucken, vor allem wenn man denkt, schon alles gesehen zu haben. [amazon template=add to cart&asin=B001G429TY]

Bleibt nur noch ein Neo-Klassiker, der quasi zwischen Griswolds und den Gebrüdern zeitlich einzuordnen ist: Buddy – Der Weihnachtself. Will Ferrell als zu groß geratener Elf, der seinen Menschenpapa sucht und damit sogar den Nordpol, ergo die Werkstatt des Weihnachtsmanns in Gefahr bringt. Perfekte Rolle für Ferrell. Schon alleine wie er Spaghetti mit M&Ms ist, ist es wert, den Film zu sehen. Man muss aber natürlich ein gewisses Faible für Weihnachtsfilme haben. Aber das setze ich einfach mal vorraus. Frohes Fest euch allen! [amazon template=add to cart&asin=B00061S0QE]

 

Jet Strajker feiert zum Schluss:

 

Mit keinem Weihnachtsfilm im klassischen Sinne, aber wozu auch. Christmas in July erzählt von einem verschuldeten Büroangestellten, der sich mit seiner Teilnahme an einem Coffee Slogan Contest den Höchstpreis sichern möchte. Die Arbeitskollegen jedoch spielen ihm einen folgenschweren Streich: Sie fälschen die Gewinnbescheinigung und lösen damit eine unvorhersehbare Aktionskette aus.

Das unrechtmäßige Geld des vermeintlichen Gewinns wird für zahlreiche Geschenke verprasst, sodass es den Protagonisten vorkommt, als sei Weihnachten auf den Sommer vorgezogen. Christmas in July ist nach The Great McGinty der zweite Film, den Preston Sturges geschrieben und inszeniert hat. Die halsbrecherische Dynamik dieser Satire nimmt gerade einmal eine volle Stunde Laufzeit ein und demonstriert Timing und pointierten Situationswitz des großartigen Regisseurs. [amazon template=add to cart&asin=B0016586NG]

 

Black Christmas oder, wie er aus unerfindlichen einst hierzulande hieß, „Jessy – Die Treppe in den Tod“ ist als Slasherfilm-Prototyp eigentlich so etwas wie der bessere Halloween. Vor allem aber ist es ein schöner Weihnachtsfilm, genau wie der im gleichen Jahr entstandene Silent Night, Bloody Night übrigens.

Das Black-Christmas-Original wartet zwar mit ungleich weniger Bling-Bling als das gleichnamige Remake von 2006 auf, betreibt aber viel schöne Stimmungsmache: Dieser Dachboden der Studentinnenverbindung! Diese ultragemeine Stimme am Telefon! Diese Margot Kidder, bevor sie mit Superman durch die Lüfte flog!

Gruselig und gut, also wie Weihnachten. [amazon template=add to cart&asin=B00F4IEBSU]

 

Immer noch, nach wie vor und sowieso und überhaupt einer der besten Filme, die je gedreht wurden: Batmans Rückkehr. Hier bringen Weihnachtssymbole nicht etwa Harmonie und Geborgenheit, sondern zumindest den Comictod. Da schwärmen Santa-Claus-Gehilfen zu Straßenschlachten aus, werden Musikkästen zu Maschinengewehren umfunktioniert, fügen sich aus prachtvollen Geschenken springende Motorradfahrer mit Zombiemasken dem pervertierten Kinderzimmer von Tim Burton.

Ein Film, der das Weihnachtsfest vollständig zweckentfremdet, mit einem Christbaum, dem Scharen von Fledermäusen entfliehen. Super. [amazon template=add to cart&asin=B001KKV4B8]

 

Und ihr so?

  • Dr.Strangelove 16. 12. 2014 an 14:16

    Bad Santa von Terry Zwigoff – 2003

    PS: Gehört hier zwar nicht rein… aber die Übersicht dieser Seite könnte man gerne optimieren. Diese „Kauf Amazon“ Knöpfe irritieren mich.

    Und
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    einfach so untereinander zu packen…. das ist so unübersichtlich. Gerade bei langen Postings… blickt man oft gar nicht mehr durch… wo man gerade ist.. auf der Seite.

  • Armin 16. 12. 2014 an 22:49

    „We’re no angels“ mit Humphry Bogart, Peter Ustinov und Aldo Ray.
    Ich oller Sentimentals-Kasper.

  • Tobias 17. 12. 2014 an 16:16

    Schöne Liste.
    …und schön, dass Jet Strajker „Batmans Rückkehr“ auch zu schätzen weiß.
    Muss den Film ständig vor meinen Freunden verteidigen, wieso ich den Film besser als „The Dark Knight“ finde und überhaupt in meinen All-Time-Favorites habe ;)

  • Die 5 besten Horror/Grusel-Weihnachtsfilme | gruselblog.com 19. 12. 2014 an 21:48

    […] Fünf Filmfreunde: https://www.fuenf-filmfreunde.de/2014/12/16/unsere-liebsten-weihnachtsfilme/ […]