Features Review

Avengers Age of Ultron (Review)

24. 4. 2015, Batzman (Oliver Lysiak), 11 Kommentare

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Keine Frage: Avengers Age of Ultron, das zweite Klassentreffen der Avengers macht Spaß und hat viele sehr unterhaltsame und starke Szenen. Wie immer ist Joss Whedon dann am besten, wenn er die Gruppendynamik ausnutzt, wenn die Avengers miteinander interagieren. Wenn sich trockener Witz, Frotzeleien und sympathischer Pathos mischen, ist immer wieder spürbar wo seine wahren Stärken liegen.

Spoiler ahead. Beware. Srsly.

Auch Ultron gibt in vielen Szenen einen Gegner ab, der in seiner puren Präsenz sehr unterhaltsam ist. Doch er ist auch gleichzeitig eines der Probleme des Films, denn er hat keinerlei erwähnenswerten Charakterbogen. Er wacht auf und ist ab Sekunde eins ein Roboterarschloch, der nach einem Blick ins Netz zu der Erkenntnis kommt, die Menschheit gehöre vernichtet.

Und das ist schon recht dürftig, denn wenn man diese extrem ausgelutschte Prämisse, die seit den 60ern eine Trope des Sci-Fi-Genres ist schon aus der Mottenkiste holt, dann wäre es gut wenn „der böse Computer“ wenigstens irgendeine Entwicklung durchmachen würde. Doch weder der moralische Konflikte, seine Dualität zu Stark noch die Unterschiede zu dem ebenfalls recht generischen Vision/JARVIS werden genutzt um etwas zu erzählen. Ultron wirkt wie das Monster der Woche, der eben bekämpft werden muss, damit die Helden etwas zu tun haben.

Denn im Gegensatz zum ersten Avengers, schmeißt Whedon hier actionmäßig wirklich alles außer der Küchenspüle in den Ring und verhindert echte Handlung durch viele und oftmals zu lange Actionszenen. Das degradiert die vielen Figuren zu Stichwortgebern, deren Potential vielleicht erkennbar ist, aber weitgehend ungenutzt bleibt. Was für die Stammcast, wie für die Neuzugänge gilt.

Besonders Quicksilver, ist wenig mehr als ein Bauernopfer, der weder viel Persönlichkeit bekommt, noch großartig etwas leistet was ihm dem Publikum näher bringt. Das er im selben Film eingeführt und entsorgt wird, ist eine furchtbare Verschwendung, gerade nachdem X-Men: Days of Future Past gezeigt hat wie interessant und originell dieser Charakter eingesetzt werden könnte.

Was wirklich nur teilweise an Aaron Taylor-Johnsons beschränktem mimischen Talent liegt, sondern mehr am Drehbuch, dass selten die Balance findet und offensichtliche Schwierigkeiten hat die ganzen Figuren gleichberechtigt in die Story zu integrieren. Und da die eigentliche Geschichte furchtbar simpel ist und wir dank Marvels Masterplan auch ganz genau wissen, dass nichts wirklich einschneidendes oder dramatisches passiert, schlich sich bei mir trotz vieler cooler Momente gerade in der zweiten Hälfte immer mal wieder Langeweile ein.

Und ja: Ich bin mir bewusst, dass ich auf hohem Niveau jammere. Und ja ich schaue immer noch lieber jeden Marvel-Film als DC-Depressionsdramen. Aber nach dem brillanten Return of the First Avenger und dem extrem spaßigen Guardians of the Galaxy liegt die Latte eben nochmal höher. Denn der zweite Captain America hatte gezeigt, dass man eben auch ernsthaftere Stories erzählen kann, die emotionale und politische Wucht haben, während Guardians zeigte, wie selbst mit absurdesten Figuren emotionale wie absurdes Drama funktioniert.

Whedon hat mit Avengers 1 selbst den Weg dafür bereitet und scheint jetzt etwas überfordert zu sein, unter dem gewaltigen Druck ein noch größeres Spektakel abzuliefern, ohne die Figuren für die kommenden Filme zu verbrennen.

Und schon jetzt bedeutet dass, viele Entwicklungen leicht holperig wirken. Iron Man 3s Storyline wird fast ignoriert und hat keinerlei echte Nachwirkungen und auch Hydra ist bis auf die Eröffnungszene ziemlich egal. Und selbst die als Fan-Service seit Ewigkeiten angeteasten Infinity-Stones sind langsam eher müde Pflichtübung, als dass sie etwas zur Geschichte beitragen. Dafür dass Age of Ultron eine sehr ähnliche Grundstory erzählt wie Days of Future Past, hatte ich doch den Eindruck, dass deutlich weniger passiert letztlich. Und ja mögen die Fans aufschreien, weil sie die gesamte Hintergrundstory der Comics kennen: Für sich genommen ist Age of Ultron relativ unoriginell und ereignislos.

Natürlich lässt sich das z.T. auch auf den von mir geliebten ersten Teil anwenden, aber hier funktionierte zum einen die Dynamik zwischen den Figuren besser, es passierte mehr zwischen den Charakteren und mit Loki gab es einen sehr coolen Bösewicht, an den Ultron trotz aller One-Liner und Whedonismen nicht heranreicht. Denn Loki hat einen Charakter, eine Entwicklung, er ist eine zwiespältige, interessante Figur. Ultron bleibt trotz seiner charismatischen Darstellung eindimensional und zeigt wieder einmal, wie mau es um Marvels Schurken steht. Denn sind wir ehrlich: Die Big Bads in den Filmen waren genau wie die Schlußschlachten nie die echten Highlights des MCU.

In Age of Ultron gibt es natürlich immer wieder geile Actionmomente, aber sie gehen fast immer einige Minuten zu lang. Muss es nach dem ersten echten Kampf gegen Ultron noch eine ellenlange Szene zwischen Hulk und Stark im Hulkbuster geben? Muß sie mit unnötigen und durchaus zynisch wirkenden 9/11-Referenzen beendet werden? Hätte es keinen anderen Weg gegeben, Banner in Gewissenskonflikte zu stürzen? Es sind diese Überlängen und diese holperigen tonalen Sprünge, vom selbstironisch-comichaften zu fehlgesetztem Pathos die immer mal wieder für Verstimmung sorgen. Und es mag cineastischem Chauvinismus meinerseits geschuldet sein, aber die Zerstörung einer Kleinstadt in Sokovia die als Kometenersatz benutzt wird, ist ein eher mittelmäßiges Symbol für Bedrohung und als Pfrund eines Showdowns relativ lahm.

Wie es im ersten Thor relativ egal war, ob Anyville, TX jetzt geplättet wird, lädt auch hier die Rettung der Bewohner einer fiktiven Kleinstadt nur bedingt zum Mitfiebern ein, ja stellt sich eher die Frage, warum die Avengers es nicht mit Spock halten und die ganze Kiste einfach pulverisieren um damit die Erde als ganzes zu retten.

Das würde zumindest den elend langen Schlußkampf verkürzen, der hektisch zwischen allen Avengers hin und herschaltet und trotzdem immer mal wieder einige für zwanzig Minuten völlig vergisst oder sie durch Taschenspielertricks ausschaltet. Ja Vision ich gucke dich an.

Ich mag ja die Avengers und ich mochte auch diesen Film insgesamt, aber ich wünschte wirklich er wäre einfach mehr auf den Punkt. Würde sich mehr darauf konzentrieren mit den interessanten Figuren etwas zu erzählen, anstatt sie von A nach B zu scheuchen und am Ende vor dem einzigen echten Drama kneifen, dass er zu bieten haätte. Vielleicht kam sich Whedon ja smart vor, dass er den gesamten Film den Tod Hawkeys anteased und wirklich kein Klischee auslässt uns zu telegrafieren, dass diese Figur am Ende den Heldentod sterben wird.

Aber in dem er Quicksilver opfert und Hawkeys verschont, tauscht er eine minimale Überraschung gegen echtes, dramatisches Gewicht. Wäre Hawkeye gestorben, hätten wir vielleicht damit gerechnet, aber es hätte bewiesen, dass tatsächliche Gefahr für die Kernfiguren besteht. Klar wäre nur das langweiligste Mitglied des Teams gestorben, aber immerhin ein echtes. Quicksilver sterben zu lassen, wirkt wie eine feige Ausflucht, die keinerlei Konsequenze hat.

Abschiede sind schwer und Whedon hat zweifelos große Verdienste als kreativer Kopf des MCU, neben Kevin Feige. Doch spätestens am Ende, fühlt es sich an, als könne er kein Ende finden. Als überschwemmen die Anteaser auf kommende Filme die eigentliche Haupthandlung. Als wäre alles nur die Vorspeise für eine grandiose Mahlzeit die irgendwann einmal kommen soll. Als wolle Whedon für seinen Abschied noch einmal alles in einen Film packen, was er zu bieten hat.Und ganz nebenbei mehr Enden abliefern als Return of the King.

In Phase 1 gelang es Marvel sehr schön alle Charaktere einzuführen um sie dann gemeinsam in Avengers Spaß haben zu lassen. Avengers wirkte wie ein Schlußpunkt, der eine Tür für mehr offen ließ, aber dennoch ein befriedigendes, vorläufiges Ende bot. Age of Ultron läuft Gefahr nur Vorfilm kommender Ereignisse, Anteaser für die kommenden Filme wie Infinity War zu sein und übernimmt sich gleichzeitig etwas, weil er weiß, dass er einer der Hauptfilme ist und ordentlich Action bieten muss.

Für die Zukunft wünsche ich mir wieder mehr Story, mehr echtes Drama, mehr Charakterentwicklung und trotzdem die gewisse Leichtigkeit und den Witz der meisten Marvel-Filme auszeichnet.

Ich mochte den Film trotz allem und möchte ihm jeden Marvel-Fan ans Herz legen, ich wünschte nur ich könnte ihn genauso mögen wie Guardians, Return of the First Avengers oder Avengers 1.

Und jetzt freue ich mich dann mal auf auf Ant-Man.

  • TheCorey 24. 4. 2015 an 11:08

    Teile die meisten Kritikpunkte – mit der Ausnahme dass ich den Film dennoch (bzw. deswegen) nicht gut, sondern schlecht fand. Action ersetzt eben keine Story – auch wenn Joss Whedon und Marvel das wohl nie begreifen.

  • DarkTownArt 25. 4. 2015 an 3:28

    Vielen Dank für diesen sehr lesenswerten Artikel.
    Alles sehr gut auf den Punkt gebracht und auch schön herausgearbeitet warum du zb Guardians besser fandest.
    Derart sinnvolle Reviews sind im Netz wirklich selten geworden.

  • Stefan 26. 4. 2015 an 9:32

    Danke für die Kritik, spricht genau das aus, was ich denke. Ich gehe allerdings in der Gesamt-Einschätzung noch weiter – ich fand den Film furchtbar langweilig und belanglos. Liegt vielleicht auch daran, dass die Trailer so wahnsinnig viel versprochen haben, wovon am Ende nicht viel übrig geblieben ist.
    Für mich kommt noch hinzu, dass es mir kaum noch gelungen ist, wirklich alle Story-Fäden zusammenzuhalten – es ist einfach zu unübersichtlich geworden.

  • heikoboos 28. 4. 2015 an 10:53

    Ich teile auch jeden Punkt. Die Helden sind fest in Stein gemeißelt, da ist Veränderung nur schwer zu bewirken, dafür hätte der Bösewicht sorgen müssen. Ultron ist einfach eine armselige Figur, die nicht richtig weiß, was sie mit sich anfangen soll. Er macht auf dicke Hose aber braucht zwei Teenager um ihm zu helfen und weil er gerade nicht an die Atombomben-Codes rankommt, klaut er lieber alles erdenkliche High-Tech der Erde um eine Kleinstadt in einen Meteoriten umzubauen, statt wirkungsvollere Massenvernichtungswaffen zu konzipieren. Und natürlich baut er sich nebenbei einen menschlichen Körper, weil er die Menschheit verabscheut oder Stark oder sich selbst? Das wird alles nicht so ganz klar. Auch nicht ob er voller Hass ist, Mitleid oder sich einfach nur nicht geliebt fühlt. Ich habe mich auf einen tollen Avengers Film gefreut aber am Ende war ich sehr gelangweilt von der Handlung und habe mich ein wenig geschämt für den Bösewicht, von dem ich soviel erwartet hatte. Der Film wirkte dann doch wie ein reales Familientreffen.

  • Tremor 28. 4. 2015 an 18:47

    Ich gebe zu, dass mich diese Fortsetzung ein wenig verwirrt hat. Da wird der Einfachheit so getan, als wäre manche Geschehnisse aus anderen Filmen nie passiert (Peppep Potts leitet noch immer Stark Industries, Tony Stark ist nach wie vor Iron Man und War Machine heisst wieder War Machine). War Thors erkenntnisreiches Vollbad wirklich so gefährlich, dass er dazu den Beistand von Erik Selveig gebraucht hat (und hatte keiner seiner Asenkumpel gerade Zeit)?
    Und nebenbei drängt sich der Verdacht auf, Heimdall wäre irgendwie mit Nick Fury verwandt (nicht nur, weil ja beide gegenüber der Comicvorlagen die Hautfarbe gewechselt haben). Denn auch der asische Portalwächter arbeitet ja im Grunde als intergalaktischer Fahrstuhlführer.

  • Serge 29. 4. 2015 an 7:52

    Ich hab diese Firmen letzten Sonntag gesehen auf Originalsprache!
    Sehr trockenen Humor! aber schon sehr viel Gemetzel.
    Auf dem Film kann ich nicht viel kommentieren. Ich vermutete schon was auf mich zu kam. Natürlich hat diesen story Mangel. Und Action ersetzt keinen Geschichte. Bin ich auch mit einig. Trotzdem einen amüsanten Sonntagabend.

    Das einzigste was ich immer wieder bemängele ist das sparsamer Angebot von Filme auf Orginal Sprache. Ich kann mir nicht vorstellen dass diesen Film 100% funktioniert mit den deutschen Übersetzung.

    Aber dann jetzt noch einen nebensächlicher Äußerung meiner unvergnügen : ich kann es nicht oft genug sagen: cinestar Ingolstadt ist ein anti-Kino. Es macht kein Spaß dorthin zu gehen. Die wollen auf alles Geld verdienen. Es wundert mich das ich zum scheißen auf einen schmutzigen Klo nicht 5€ hinblättern muss.
    Sodele …es ist raus.

  • Schwarzmaler 7. 5. 2015 an 15:35

    Ich mochte den ersten Teil. Damit hätte es dann für mich auch mit dem Comic Universum gut sein können. Das wird nicht besser, nicht lustiger, nicht spannender. Wenn hier jetzt gespoilert wird, daß Quicksilver stirbt an Stelle von Hawkeye, dann beschreibt mein innerliches Schulterzucken ganz gut mein Problem mit so ziemlich allen Comic-Verfilmungen. Superhelden fichten Superschlachten mit Superkräften aus und sind komplett austauschbar. Sie bieten keine Identifizierungsmöglichkeiten.

  • burns 7. 5. 2015 an 20:23

    Ich war – und das als Joss‘ vermutlich größter lebender Fan – schon lange nicht mehr so am Dauernicken beim Lesen einer Filmkritik. Das trifft alles auf den Punkt, im Guten wie im Schlechten.
    Danke, Batz. Einiges, das mir unterbewusst beim Filmgucken durchs Gemüte schwirrte, habe ich erst beim Lesen bewusst verstanden.

  • der Alte Sack 11. 5. 2015 an 7:24

    Ich bin hin und her gerissen, da ich ein Freund von Logik bin, noch ärger… Ich sage immer nach jedem Film, das war unlogisch und das war unlogisch, aber hier muss ich sagen, der Anfang des Filmes war lieblos gemacht. Es fing mit krach bumm bäng an, dann wurde der Film besser, gerade da wo er ruhiger wurde. Auch war mir die Motivation der beiden Zwillinge nicht klar. Sie wollen sich an Tony Stark rächen und arbeiten dann mit Hydra zusammen, welcher Schwachsinn. Auch Vision hat irgendwie nicht reingepasst, er wurde als Bösewicht aufgebaut und war dann auch einmal der naivste aller guten Helden den ich je gesehen habe… Quicksilvers Tod war sinnlos. Und warum flieht der Hulk, obwohl er eigentlich verliebt ist? Fragen über Fragen, aber ich habe mich trotzdem gut unterhalten. Und noch eins, 3 D hätte nicht sein müssen. In der Vorschau zum Film kam Mad Max als 3 D und den werde ich mir jedenfalls nicht in 3 D anschauen….

  • El Nico 15. 6. 2015 an 18:04

    Ich nickte auch bei Vielem. Insbesondere Ultron. Der Blechhaufen ist keine echte Bedrohung.
    Seit ich beim „Now I am freeeee…..there are no strings on meee….“ im Trailer massivste Gänsehaut bekommen hatte, habe ich mich auf ein verdammt düsteres, dystopisches Setting eingestellt, mit einem allmächtigen, sowohl physisch vorhandenen, als auch im Weltnetz eingeschleusten Roboter/KI/UNFASSBARBEDROHLICHEMGLOBALENHORROR eingestellt.

    Und Ultrons erster Auftritt war verdammt düster, war gut getimed, so mitten in die wunderbare Mjölnir-Szene hinein, war gruslig, war ein Vorgeschmack auf ein riesiges Übel, das sich da ankündigt.

    Und dann? Irgendwie muss Whedon sich selbst falsch verstanden haben, als er Ultron offenbar als kindisch, weil gerade frisch „geboren“ darstellen wollte. Ich hätte diese Prämisse jedenfalls nicht als Aneinanderreihung peinlicher One-Liner umgesetzt, sondern als zusätzliches Horror-Element. Kein einziges Mal habe ich bei Ultron gespürt, dass er eine globale Gefahr darstellt. Die „Ich bau mir meinen eigenen Asteroiden“-Nummer…hrng. Nein.

    Und da kann noch so viel unter den Schnitttisch gefallen sein (die vollständige Thor-Badeteich-Nummer hätte mich zwar immens interessiert, aber die sieht man ja sicher noch auf BluRay)… es hakt vorne und hinten daran, dass Ultron nicht als echte, sinistre, globale Gefahr etabliert wird.

    Wäre das der Fall, dann hätte man sicher auch die in der Tat etwas inflationär anmutende Superheldenvielfalt anders, stimmiger orchestriert einsetzen können.

    Die Ängste der Avengers, die wir durch Scarlett Witch erfahren – was hätte man daraus für eine zusätzliche Ebene an Konflikt im Schatten einer globalen Ultron-Bedrohung machen können!

    Im ersten Teil hat Whedon wirklich alles richtig gemacht – hier verzettelt er sich leider, und offenbar hat ihm das positive Feedback für seine seichten, wunderbaren Team-Momente und Popkultur-Referenzen im ersten Teil wohl den Blick für die Dramaturgie verhagelt.

    Ich bin gespannt, was die Russos nun aus CA: Civil War und Avengers: Infinity War machen. Schließe mich der einhelligen Meinung an, dass der Winter Soldier grandios war, und allein dort schon das Gefühl einer globalen Bedrohung (jaja, ich benutz das inflationär, aber darum geht’s doch bei großer Superheldenklopperei, nicht?) mehr als gegeben war.

    Ich bin nicht völlig enttäuscht aus dem Kino gegangen, weil es echt schöne Momente gab, und bspw. Hulk/Hulkbuster echt ein Highlight war. Aber die großen Kritikpunkte (Ultron blass; Banner/Romanoff…hätte 5-10 Minuten länger etabliert werden müssen; bisschen zu viele Protagonisten; X-Men-Quicksilver war um Längen besserer Charakter;usw.) dämpfen leider doch den Gesamteindruck sehr. Schade, wirklich schade, nachdem der erste Avengers-Teil so ein verdammt geiler Streifen war.

    Ich hoffe, die Russos werden den Erwartungen gerecht, die sie mit Winter Soldier geschürt haben; und dass es nicht allzu viele studiopolitische Entscheidungen geben mag, die sie davon abhalten, den Film zu machen, den sie wahrscheinlich damit machen wollen.

  • Die schlechtesten Filme 2015 - Die Fünf Filmfreunde 31. 12. 2015 an 17:46

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